Musik

Preisregen für Mary J. Blige

Bei der Verleihung des amerikanischen Musikpreises wurde die Souldiva insgesamt neun Mal auf die Bühne gerufen.

Souldiva Mary J. Blige beendet das laufende Jahr mit einem furiosen Comeback: Bei der Verleihung der Billboard Awards im MGM Grand in Las Vegas erhielt die 35-Jährige am Montagabend insgesamt neun der begehrten Trophäen. Niemand sonst nahm so viele Auszeichnungen mit nach Hause. Geehrt wurde sie für ihr im Dezember 2005 erschienenes Album „The Breakthrough“, von dem in Amerika bislang 2,6 Millionen Kopien verkauft wurden.

Mit jeweils fünf Preisen wurden hierzulande eher unbekannte US-Jungstars wie Rapper T.I. sowie „American Idol“-Gewinnerin und Countrysängerin Carrie Underwood bedacht. Gemessen an der Zahl ihrer Awards bildeten sie die Speerspitze einer Reihe von mehrfach honorierten Newcomern. Mit je drei Auszeichnungen bewiesen die Pophoffnung The Fray, der 17-jährige R&B-Star Chris Brown und die 18 Jahre alte Rihanna, dass der US-Musikmarkt nicht nur von alteingesessenen Größen dominiert wird.

Keine Chance für Skandalnudeln

Unterstrichen wurde der Generationswechsel zudem durch den Stellenwert der Newcomer-Auszeichnungen: Chris Brown wurde als bester Newcomer, als bester männlicher Künstler und als Künstler des Jahres geehrt. Rihanna schnappte unter anderem Mary J. Blige und Beyoncé den Preis als beste weibliche Künstlerin vor der Nase weg.

Ansonsten ging die zweistündige Award Show ohne große Überraschungen über die Bühne. Live-Performances gab es unter anderem von Fergie, Gwen Stefani und Janet Jackson. Penibel ausgewählte Bühnengarderobe und umsichtige Zensorenaugen verhinderten die Übertragung von unerwünschten Äußerungen oder einem zweiten Nippelgate.

Hoffnungen, dass das neue Dreamteam Paris Hilton/Britney Spears auftauchen könnte, wurden im Laufe des Abends ebenfalls zerschlagen. Die Busenfreundinnen, die kürzlich mit freizügigen Partyfotos Schlagzeilen machten, blieben der Veranstaltung fern.