Autsch, das tut weh. Victoria Beckham, selbsternannte Modeikone und hier und da auch mal als Aushilfs-Designerin tätig, ist soeben zur „Worst Dressed Woman 2007“ ernannt worden. Die Spitzenposition auf der seit 1960 erscheinenden und immens gefürchteten „Blackwell-Liste“ ist in etwa vergleichbar mit der „Goldenen Himbeere“, dem US-Preis für die grottigste Filmleistung.
Erstellt wird die in Worte gefasste Backpfeife alljährlich von dem US-Modekritiker Richard Blackwell. Der ehemalige Designer, der einst Jayne Mansfield und Jane Russell die Roben auf den kurvigen Leib schneiderte, begründete seine Entscheidung für Posh Spice mit den Worten, sie präsentiere eine „mager-mini Monströsität“ nach der anderen. Er empfahl ihr, doch hin und wieder mal einen Rock zu tragen.
Böse Worte und ein Anflug von Menschlichkeit
Aus Blackwells Sicht wurde „eins der schlimmsten Modejahre seit Menschengedenken“ von Popstars und solchen, die es gern wären, dominiert. Der haarige Bienenkorb und die Pünktchenmuster der auf Platz 2 gelandeten Amy Winehouse erinnerten ihn beispielsweise an eine Restaurant-Bedienung aus den 50er Jahren. Black Eyed Peas-Mitglied Fergie (Platz 4) sei ein einziges „Couture Chaos“, und von der auf Platz 5 rangierenden Garderobe Kelly Clarksons gehe eine „radioaktive Gefahr“ aus.
Platz 3 machte übrigens Mary-Kate Olsen, laut Blackwell „ein zerfledderter Zahnstocher, gefangen in einem Hurrikan“. Die Plätze 6 bis 10 gingen in absteigender Reihenfolge an Eva Green, Avril Lavigne, Jessica Simpson, Lindsay Lohan und Alison Arngrim.
Britney Spears, die im vergangenen Jahr die Liste anführte, wurde von Blackwell ganz bewusst aus der Liste herausgehalten. „Ich fand, dass ein Kommentar angesichts ihrer persönlichen Lage unangebracht ist“, argumentierte der sonst so gestrenge Fashion-Liebhaber. Er hoffe, dass es 2008 besser für sie laufen werde.


