Musik

Popkomm.: Händler wollen neue Technologien nutzen

Am Popkomm.-Samstag luden GDM und aMM zu einem Gespräch zwischen Vertretern aus Handel und Industrie. Außerdem traf sich der HAMM zur Mitgliederversammlung, und die GERA vereinbarte ein Treffen in Brüssel.

Zu den Schwerpunkten des Gesprächs zwischen GDM, aMM und Vertretern der Vertriebspartner zählten nach Auskunft von Michael Huchthausen, Fachverbandsvorsitzender im GDM, die Marktveränderungen und ihre Auswirkungen, das Kaufverhalten im Bereich Compilations, Fragen zum Kopierschutz sowie der Einsatz neuer Technologien im Fachhandel.

Im ersten Punkt stimmten die Teilnehmer laut Huchthausen überein, dass es Probleme auf beiden Seiten gebe. Diese müssten mit praktischen statt mit theoretischen Ansätzen angegangen werden. Unter anderem erklärten sich die Vertreter der Vertriebspartner bereit, die Konsumenten aktiver aufzuklären und nicht dem Handel die Kommunikation in schwierigen Fragen zu überlassen. Bei Compilations, so Huchthausen, „gibt es derzeit ein Überangebot, das den Kunden verunsichert und somit letztlich Umsatz verhindert“. Da die Plattenfirmen erst jetzt die Einführung von Kopierschutztechniken vorantreiben, fehlen auf Handelsseite noch Reaktionen der Käufer. Die Gesprächsteilnehmer stimmten aber zu, dass diese unter den Systemen nicht zu leiden haben sollten.

Zum Einsatz neuer Technologien legten die Händler schließlich ein neues Shop-Konzept vor, das sie in die Lage versetzen soll, diese innerhalb kürzester Zeit zu integrieren. „Dieses macht aber nur Sinn, wenn wir auch die musikalischen Inhalte schnellstmöglich verfügbar haben“, erklärte Huchthausen. „Bei konsequenter Umsetzung erhöhen wir die Verweildauer der Kunden in den Geschäften, werden wieder interessanter und zu einem Treffpunkt.“

Im Rahmen der Messe vereinbarten die europäischen Mitglieder des internationalen Handelsverbands GERA ein Treffen ihrer Division im Oktober in Brüssel. GDM-Geschäftsführer Dr. Heinz Stroh will unter anderem angesichts der Online-Aktivitäten der Konzerne über die Vereinbarkeit dieser Angebote mit dem stationären Handel beraten. Zu diesem Treffen soll auch der europäische Arm der Digital Music Association (DIMA), die EDIMA, eingeladen werden. Weiterhin rechnet Stroh mit der Teilnahme des französischen Handelsverbands. Der HAMM stellte schließlich auf seiner Mitgliederversammlung mit dem Großhändler MFP – music for friendly people ein neues Mitglied vor.

Zu den Themen der Versammlung gehörte unter anderem das . Im Gespräch mit musikwoche.de betonten HAMM-Geschäftsführerin Nina Krogmann und Vorstandsmitglied Arne Adrian erneut, dass zum Beispiel der von Universal geplante Zeitpunkt einer Preiserhöhung unglücklich und nicht das richtige Signal sei.