Musik

Popkomm. 2001: Skepsis ersetzt den Jubel

Weniger Aussteller, weniger Besucher, weniger Jubel – so ließe sich ein mögliches Fazit der diesjährigen Popkomm. ziehen. Das Interesse an einem Weg aus der Krise der Tonträgerbranche ist indes groß: Die Fachdiskussionen waren sehr gut besucht.

Während im letzten Jahr das Gedränge unübersehbar war, lief das Treiben in den Hallen 13.1 und 13.2 der Kölner Messe beinahe beschaulich ab: Der Rückgang der ausstellenden Firmen von 924 im Jahr 2000 auf 838 und die damit verbundene Verkleinerung der Standflächen war deutlich auszumachen. War bislang vor allem auf der ersten Ebene der Hallen jeder Quadratmeter gefüllt, verkleinerten dieses Jahr schwarze Stellwände die Halle.

Die Zahl der Besucher sank leicht von 17.417 auf 16.922, Hauptandrang herrschte am Freitag nachmittag. Die Internationalisierung der Messe nahm auch dieses Jahr wieder zu: durch Besucher aus 50 Ländern und Austeller aus 33 Ländern.

Dass sich die Branche das Feiern nicht verbieten ließ, zeigten zahlreiche Abendevents: Neben 90 Veranstaltungen in 47 Clubs mit insgesamt 587 Künstlern luden die Unternehmen zu diversen Empfängen, Showcases und Parties ein, die dafür sorgten, dass die Messe und ihre Ereignisse 24 Stunden am Tag Thema blieben. Die Übertragung der Comet-Verleihung im ZDF (18. August) fand im Nachmittagsprogramm 670.000 Zuschauer (7,7 Prozent Marktanteil). Die Popkomm.-Gala (17. August) schnitt mit 1,58 Millionen Zuschauern und sieben Prozent Marktanteil ab.