Musik

Politischer Lagerkampf um Split von Modern Talking

Die Pop-Fachleute der beiden großen deutschen Volksparteien lassen sich nicht unter einen Hut bringen: Nun droht beim Thema Modern Talking ein neuer Kulturkampf.

Die Pop-Fachleute der beiden großen deutschen Volksparteien lassen sich nicht unter einen Hut bringen: Nun droht beim Thema Modern Talking ein neuer Kulturkampf. Der Politiker Sigmar Gabriel, Beauftragter für Popkultur und Popdiskurs der SPD, hatte gegenüber „Bild“ geäußert, die Trennung des Pop-Duos Dieter Bohlen und Thomas Anders sei „seit langem überfällig“ gewesen und entspreche auch seinem privaten Musikgeschmack. CDU-MdB Steffen Kampeter bezeichnet dieses Statement nun als „unglückliche Entgleisung“ und fordert: „Gabriel sollte sich vielmehr um Urheberschutz, den Musikunterricht, die Auftrittsmöglichkeiten von Nachwuchsgruppen oder aber das Musikexportbüro kümmern, bevor er sich als musikalischer Oberzensor versucht und deutsche Musikgruppen beschimpft.“ Kampeter folgert: „Küsschen für Lindenberg, Bundesverdienstkreuz für Westernhagen und Spott für alle, die nicht die Rote Fahne grüßen: So sieht die Popmusikförderung der SPD à la Gabriel aus.“ Sänger Thomas Anders wiederum gab der „Bild“ online seine ganz private Sicht der Dinge preis: „Unsere Politiker sollten sich in schwierigen Zeiten besser um unser Land kümmern“, konterte aber auch den Spruch von Gabriel: „Ich finde das Statement überflüssig. Wäre Herr Gabriel in seiner Landtagswahl so erfolgreich und beliebt gewesen wie Modern Talking, dann hätte er seine Wahl gewonnen.“

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