Musik

Plattenfirmen verklagen AllOfMP3.com

Das kürzlich unterzeichnete bilaterale Abkommen zwischen Russland und den USA, das den Weg für einen WTO-Beitritt Russlands frei machen soll, gibt offenbar ersten Plattenfirmen genug Rückendeckung, um sich in einem neuen Rechtsstreit gegen das russische Downloadportal AllOfMP3.com zu verbünden.

Das kürzlich unterzeichnete bilaterale Abkommen zwischen Russland und den USA, das den Weg für einen WTO-Beitritt Russlands frei machen soll, gibt offenbar ersten Plattenfirmen genug Rückendeckung, um sich in einem neuen Rechtsstreit gegen das umstrittene russische Downloadportal AllOfMP3.com zu verbünden.

Einige US-Labels, darunter laut Medienberichten Arista Records, Warner Bros. Records, Capitol Records und UMG Recordings haben bei einem New Yorker Bundesgericht Klage gegen dem Betreiber der Site, das in Moskau ansässige Unternehmen Mediaservices, eingereicht. Das gesamte Geschäftsmodell von AllOfMP3.com sei darauf ausgerichtet, Profite aus der massenhaften Verletzung von Urheberrechten zu schlagen, klagen die Labels und berufen sich dabei unter anderem auf den sogenannten Copyright Act. Mit Alltunes.com richtet sich die Klage auch gegen eine weitere Site aus dem Hause Mediaservices.

Das russische Unternehmen hatte im Oktober eine kurzfristige PR-Kampagne in eigener Sache gestartet, um sich als nach russischem Recht legale Plattform zu positionieren. Noch im Zuge der Verhandlungen um den WTO-Beitritt Russlands hatte Mediaservices-Geschäftsführer Vadim Mamotin sich selbstbewusst gezeigt: „Wenn die RIAA ihre Hausaufgaben gemacht hätte, hätte sie feststellen können, dass es auch unter US-Recht keine legale Handhabe gegen AllOfMP3.com gibt“, sagte er damals.

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