Musikverleger und Plattenfirmen stehen angeblich kurz vor einer Einigung in ihrem Streit um Lizenzgebühren für online vertriebene Musik. Aus Verhandlungskreisen wird vermeldet, dass die Majorfirmen für die nächsten zwei Jahre im Voraus eine Million Dollar Lizenzgebühren an die Publisher zahlen werden. Wie es weiter heißt, könnte eine Vereinbarung zwischen den beiden Parteien noch in dieser Woche bekannt gegeben werden. Damit wäre eine große Hürde für den Start der beiden Onlinedienste pressplay und MusicNet aus dem Weg geräumt, die ohne eine Einigung mit Urheberrechtsklagen von seiten der Verleger und Rechteinhaber an den Kompositionen zu rechnen hätten. Von offizieller Seite wurden zunächst keine Stellungnahmen abgegeben. Unterdessen zeichnet sich jedoch ab, dass Titel von hochkarätigen Topseller-Interpreten vorerst nicht für den digitalen Vertrieb frei gegeben werden. So teilte beispielsweise Jay Samit, Senior Vice President EMI, mit, dass Musik der Beatles über keinen Abo-Dienst, mit dem das Unternehmen kooperiert, erhältlich sein wird. Die EMI ist an MusicNet beteiligt und auch an einen konkurrierenden Dienst, in diesem Falle an pressplay.
Plattenfirmen und Publisher kurz vor Online-Lizenzvereinbarung
Nach Informationen aus Verhandlungskreisen zahlt die Musikindustrie für die nächsten zwei Jahre eine Million Dollar Lizenzgebühren für den Online-Musikvertrieb an Musikverleger.


