Das Download-Geschäft lässt die Musikbranche ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft schauen, allerdings muss sie ihre Geschäftsmodelle überdenken. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer am ersten Tag der Konferenz Music 2.0 des iHollywood Forums am 8. Dezember in Los Angeles. „Wir erleben eine Explosion des Interesses in diesem Bereich – es ist eine wirklich aufregende Zeit“, zeigte sich etwa RealOne-Chef Sean Ryan begeistert, der die zweitägige Veranstaltung mit einer Keynote einleitete. „Das Geschäft beginnt zu wachsen“, meinte auch Courtney Holt als Head of New Media der Universal-Division Interscope Geffen A&M Records bei der Diskussionsrunde „Reinventing the Music Industry“: „Aber wir können die Geschäftsmodelle aus der alten Musikwelt nicht einfach so auf die neue Welt übertragen. Auf Firmenebene beschäftigen wir uns deshalb ernsthaft damit, wie das Musikgeschäft – nicht nur das Plattengeschäft – in fünf Jahren aussehen kann.“ Vor demselben Problem steht auch ihr Kollege David Ring, Vice President der Universal-Division eLabs: „Bislang ist hier noch wenig Geld zu machen“, konstatierte Ring. Bis die Musikbranche mit Downloads Profit erwirtschaften könne und Künstler von den Erträgen leben könnten, müssten sehr viel mehr Songs zum Preis von 99 Cent verkauft werden. Gerade an der Preisfrage droht aber auch das Interesse mancher Konsumenten zu scheitern: Bei der Befragung von P2P-erfahrenen Studenten, die sich aus Sorge vor Repressalien nur mit Vornamen vorstellten, stellte sich heraus, dass diese Gruppe eher mit einem Preis von 30 Cent zu erreichen sei.
Plattenfirmen suchen nach Online-Profiten
Das Download-Geschäft lässt die Musikbranche zuversichtlicher in die Zukunft schauen, allerdings muss sie ihre Geschäftsmodelle überdenken. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der Konferenz Music 2.0.



