Die philippinischen Behörden beschlagnahmten bei einer Razzia im Norden der südostasiatischen Inselgruppe Counterfeit-CDs und Maschinen im Wert von insgesamt rund 20 Millionen Euro. Außerdem verhaftete die Polizei zwölf Mitarbeiter der illegalen Kopierfabrik. Nach Informationen der britischen BBC besuchte die philippinische Präsidentin, Gloria Macapagal Arroyo, die Anlage und gratulierte der Polizei. Sie erklärte den Kampf gegen die Marken- und Tonträgerpiraterie zu einem der zentralen Ziele ihrer Regierung. Auf den Straßenmärkten Manilas verkaufen Händler Counterfeits teils zu Preisen von weniger als einem Euro. Neben dem Musikbusiness sind auch Kinobetreiber und Videoverleiher von der boomenden Piraterie betroffen: So musste im Jahr 2001 die größte Videothekenkette des Landes, Video City, 66 ihrer 220 Shops nach Umsatzrückgängen von rund 50 Prozent schließen.
Piratennest auf den Philippinen ausgehoben
Die philippinischen Behörden beschlagnahmten bei einer Razzia Counterfeit-CDs und Maschinen im Wert von insgesamt rund 20 Millionen Euro.


