Im Alter von 88 Jahren ist am Donnerstag das älteste noch lebende männliche Mitglied des Buena Vista Social Clubs in einem Krankenhaus an Herzversagen gestorben. Erst 2005 hatte der Meister des kubanischen „Son“ noch ein Album aufgenommen.
Mit dem Tod Pio Leivas nimmt der Buena Vista Social Club langsam Abschied: Im Sommer letzten Jahres war Sänger Ibrahim Ferrer verstorben, Pianist Rubén González und Gitarrist Compay Segundo erlagen zwei Jahre zuvor einem natürlichen Tod. Allesamt waren die traditionellen kubanischen Musiker im hohen Alter durch den Oscar-nominierten Dokumentarfilm von Wim Wenders noch einmal zu weltweitem Ruhm gelangt.
Abschied von einem der Großen
Der 1917 geborene Leiva hatte seine Musikkarriere im Alter von sechs Jahren bei einem Bongo-Wettbewerb begonnen. Sein Gesangsdebüt hatte er 1932. Seine tiefe, warme Stimme und sein außerordentliches Improvisationstalent machten ihn zu einem der berühmtesten Vertreter des traditionellen „Son“.
„Die Musik war sein Leben“, so Tochter Rosalia über ihren Vater. Noch auf dem Sterbebett habe er leise vor sich hin gesungen.


