Musik

Pink gegen die Politik

Punkpopperin Pink will sich nicht von der österreichischen Politik instrumentalisieren lassen.

Die österreichische Plattenfirma der Sängerin erwägt rechtliche Schritte gegen die Wahlkampforganisation der ÖVP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner. Durch eine Wahlwerbeaktion im Rahmen des Wiener Pink-Konzerts sieht das Unternehmen die Namens- und Markenrechte der Künstlerin verletzt.

Eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen hatte im Anschluss an das Konzert Flugzettel vor der Wiener Stadthalle verteilt, auf denen die mangelnden Pink-Kenntnisse des sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer vorgeführt werden. Die in der konservativen Regierung Österreichs als Außenministerin amtierende Ferrero-Waldner wird dagegen mit dem Slogan „frischer als Fischer“ beworben.

BMG will nun einer „missbräuchlichen Verwendung des Künstlernamens zu Wahlkampfzwecken“ entgegentreten, ohne damit allerdings politisch Position zu beziehen. Florian Krenkel, Wahlkampfleiter für Ferrero-Waldner, sieht einer möglichen Klage entspannt entgegen: „Sie sollen erwägen“, sagte Krenkel gegenüber dem österreichischen „Kurier“.