Musik

Pink Floyd wiedervereint

Für Live 8 begräbt die Band ihre Zwistigkeiten.

Kein Tag ohne Live 8 – das Festival zu Gunsten der ärmsten Länder wartet mit einer neuen Sensation auf: Pink Floyd werden zum ersten Mal seit 24 Jahren in Originalbesetzung die Bühne betreten. „Wie die meisten will ich alles in meiner Macht stehende tun, um die G-8-Führer davon zu überzeugen, große Zugeständnisse gegenüber den Drittweltländern zu machen“, schreibt Gitarrist David Gilmour auf der Bandhomepage.

Welche Zugeständnisse wiederum Gilmour machen musste, um Bassist und Frontmann Roger Waters zum gemeinsamen Auftritt zu bewegen, ist nicht bekannt. Nach internen Problemen hatte sich Waters 1983 von der Band getrennt und damit die Auflösung der legendären Rockformation provoziert. Sein verbitterter Kampf mit den anderen Bandmitgliedern sorgte immer wieder für Schlagzeilen. So zum Beispiel 1994, als Waters erfolglos gegen Gilmour klagte, weil dieser eine Tour unter dem Namen Pink Floyd absolvierte.

Doch kein Mauerfall

„Jegliche Streitigkeiten, die Roger und die Band in der Vergangenheit hatten, sind momentan belanglos. Wenn unsere Wiedervereinigung dem Konzert die nötige Aufmerksamkeit bringt, ist es die Mühe wert“, erklärte Gilmour. Klingt ganz so, als würde nach dem Auftritt im Londoner Hyde Park alles seinen gewohnten Gang nehmen.