“Ich wollte mal wieder was anderes machen“, begründet Phillip Boa seine erfrischende musikalische Wende im Gespräch mit musikwoche.de. Um den eher ruhigen bis jazzigen Ton seiner letzten Werke zu vermeiden, engagierte er den Düsseldorfer Produzenten Olaf Opal.
Boas etatmäßige Band blieb dieses Mal beschäftigungslos, stattdessen kamen Elektronik-Experten wie Schneider TM und Console zum Zug. Die Rockgitarren und -bässe stammten dagegen von Tobias Kuhn, seines Zeichens Frontmann der Würzburger Gitarrenrocker Miles. Seinen Mitstreitern schickte Boa Demos, zu denen sie ihre Ideen entwickeln konnten. Traditionell erhebt das weibliche Geschlecht seine Stimme auf den Alben des Dortmunders, so auch hier in Person der Britin Julia Chard.
In den 15 Jahren seiner Karriere hat Boa elf Alben eingespielt, auf denen er immer wieder seinen Stil erneuerte. Für „The Red“ (Best.-Nr.: 21 79763-2) haben ihn alte Helden inspiriert: „Iggy Pop und die Sex Pistols waren wichtig für mich damals. Im Augenblick des Schreibens ist mir gar nicht aufgefallen, dass diese Einflüsse zu hören waren – aber das sind interessante Acts, die man doch mal zitieren kann.“
Um nicht allzu klassisch zu klingen, fügte er elektronische Instrumente hinzu, denn „auf dem Gebiet der Elektronik ist noch nicht alles erforscht.“ In Sachen Medien meidet Phillip Boa Talkshows und stellt sich lieber für das einstündige MTV-Special „Spin“ zur Verfügung, das am 2. September ausgestrahlt wird. Auf Viva Zweiläuft seine Single „Eugene“auf N 1 Rotation, während MTV den Clip etwas seltener spielt.
Anfang August ging Boa auf Senderreise, vier Wochen zuvor redete er mit Musikpresse, Stadtmagazinen, Tageszeitungen und Online-Redaktionen. Zur VÖ werden Anzeigen in den einschlägigen Musikzeitschriften geschaltet, ferner wird es TV-Spots sowie eine Plakatierung geben. Krönender Höhepunkt ist die Tournee vom 18. bis zum 26. Oktober, auf der Boa seinen Fans „The Red“ live vorstellen wird.



