Musik

Peter Rieger richtet sich auf CTS aus

Arbeiten für die Familie

“Die Zeiten des Einzelgängertums sind eindeutig vorbei“, bekräftigt Rieger im Gespräch mit musikwoche.de. Aus diesem Grunde hat sich der Konzertveranstalter im Jahr 2000 nach einem Partner umgesehen undmit der CTS Eventim AG auch gefunden. Seit der Übernahme ist Rieger bestrebt, „für die Familie zu arbeiten“. Dem Kölner Unternehmer gefällt dabei, dass neben ihm und Marek Lieberberg – mit dem ihn verbindet, dass sie „alte Profis“ sind – in Person von Dirk Becker, Folkert Koopmanns und Dieter Semmelmann auch jüngere Veranstalter bei CTS mit an Bord sind. „Durch die Zusammenarbeit ist die Nachfolgestruktur gesichert.“

Integration in die CTS-Familie

Die Zusammenarbeit innerhalb von CTS erlaube es zudem, durch gemeinsame Planung und Einkauf die Kosten zu reduzieren. Riegers Weg in die Veranstalter-Branche führte Ende der Sechziger Jahre über eine freie Mitarbeit in der Agentur Lippmann & Rau zur Gründung einer eigenen Firma im Jahr 1984. Ein Jahr später feierte Rieger mit der Ausrichtung von Open-Air-Veranstaltungen mit Queen, Herbert Grönemeyer, Westernhagen und Bap Erfolge. Von 1988 bis 1998 veranstaltete Rieger alle europäischen Konzerte von Luciano Pavarotti, 1990 besuchten mehr als 400.000 Musikfans das Spektakel „The Wall“, das der Kölner in Berlin auf die Beine stellte.

Die Peter Rieger Konzertagentur beschäftigt acht Mitarbeiter und kümmert sich um 120 bis 150 Konzerte pro Jahr. Neben diversen internationalen Tourneen ist die Konzertagentur auch für das „Bizarre“-Festival verantwortlich, das seit 1987 der Alternative- und Independent-Szene ein Forum gibt. „Diese Tradition fortzuführen, wird aber immer schwieriger“, erklärt Rieger. Denn die früheren Nischenveranstaltungen hätten sich heute mit mehreren Festivals in Deutschland längst etabliert. Bedauerlich findet Rieger, dass diese Veranstaltungen nicht mehr in der Nähe von Großstädten stattfinden können. Denn für Ballungszentren erteilen die Behörden keine Genehmigungen mehr.