Die Urheberrechtsorganisationen Perus ließen am 22. April in der Hauptstadt Lima 50.000 raubkopierte CDs durch eine Dampfwalze zerstören. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters tanzten im Rahmen der Aktion, die die Bürger des Andenstaats vom Raubkopieren abbringen soll, Musiker und Sänger auf den zerstörten CDs. Nach Schätzungen der lokalen Finanzbehörden entgehen dem Fiskus in Peru rund 14 Millionen Euro pro Jahr durch die Tonträgerpiraterie, rund 98 Prozent aller CDs in Privatbesitz sollen aus illegalen Quellen stammen. Nach Angaben des internationalen IFPI-Dachverbands verlor der peruanische Markt im vergangenen Jahr rund zwei Drittel seines Volumens: Die Umätze brachen um 65 Prozent ein, die Zahl der verkauften Tonträger aus legaler Produktion ging um 56,8 Prozent zurück. Peru verzeichnete damit im vierten Jahr in Folge ein Minus: Geringen Umsatzrückgängen im Jahr 1999 folgten Einbrüche um 27 Prozent im Jahr 2000 und um 41,5 Prozent im Jahr 2001.
Peru wehrt sich gegen erdrückende Piraterie
Die Urheberrechtsorganisationen Perus ließen am 22. April in Lima 50.000 raubkopierte CDs zerstören. Der peruanische Tonträgermarkt verlor 2002 rund zwei Drittel seines Umsatzvolumens.


