Pendereckis Violinkonzert für Mutter
Anne-Sophie Mutters Violinspiel begeistert nicht nur das Publikum, sondern auch zeitgenössische Komponisten. Bereits Witold Lutoslawski war nach eigenen Worten „wahrhaft inspiriert“ vom „außergewöhnlichen Können“ der Geigerin und widmete ihr die Werke „Partita“, „Dialogue“ und „Chain II“. Wolfgang Rihm hatten die „ungemein energetisch und belebt geführten hohen Töne“ fasziniert, zu deren Entfaltung er Anne-Sophie Mutter in dem für sie geschriebenen Konzert „Gesungene Zeit“ Gelegenheit gibt. Nun hat ein weiterer zeitgenössischer Meister Anne-Sophie Mutter ein großes Werk in die Violine geschrieben: Krzystof Penderecki. 1992 bis 1995 entstand das Violinkonzert „Metamorphosen“, an dessen endgültiger Gestalt auch die Widmungsträgerin großen Anteil hatte: „Von der Konzeption bis zur Vollendung“, so Anne-Sophie Mutter, habe sie mit diesem großartigen Komponisten in Verbindung gestanden. Daß es ihr besonders um „das Singende der Geige“ ging, legte sie Penderecki nahe. Kein brillantes Virtuosenstück sollte er liefern, sondern „etwas mit sehr viel Gehalt“ (Deutsche Grammophon 453 507 2).


