Musik

Patti Smith dirigiert

Die 70er-Jahre-Ikone gestaltet das Meltdown-Festival.

Als musikalische Dirigentin des Events tritt sie in die Fußstapfen von Stars wie Morrisey, David Bowie und Nick Cave, die in der Vergangnheit ebenfalls das 15-tägige Programm des Festivals gestaltet hatten.

Momentan überlegt die eigenwillige Sängerin noch, welche Acts sie für diesen besonderen Anlass auswählen soll. „Ich will alle Aspekte unserer Kultur berühren“, erklärte sie in einem Interview. Und überlegt bereits, welche Veranstaltungen sie neben den obligatorischen Konzerten noch auf die Beine stellen könnte: „Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass Jeremy Irons etwas von Proust liest.“

Ein Zeichen in Zeiten der Habgier

Ihre gestalterischen Freiräume will sie auf jeden Fall dazu nutzen, um „in dieser von Materialismus, Ausbeutung und Habgier geprägten Zeit“ ein Zeichen zu setzen. „Mir ist es wichtig, neues auszuprobieren, aber ich will mich trotzdem vor der besten aktuellen Kunst verbeugen, ästhetisch und spirituell“, umschreibt sie ihr Konzept äußerst abstrakt, ohne dabei den Namen der Künstler zu verraten, die sie für das Festival, das am 11. Juni beginnt, ins Auge gefasst hat.