Musik

Panta Media produziert Showreihe für das ZDF: TV aus der Ski-Hütte

Nach einem erfolgreichen Testballon Anfang des Jahres geht die Produktionsfirma Panta Media mit einem jungen Party-Konzept für das ZDF in Serie. Den Anfang macht am 24. Januar wieder eine Ausgabe der „Après Ski Show“.

“Wir wollen mit dem neuen Format auch neue Präsentationsmöglichkeiten für Künstler schaffen“, erklärt Wolfgang Teschner, Geschäftsführer von Panta Media, im Gespräch mit musikwoche.de. Bereits am 11. Januar diesen Jahres lief im ZDF die von Panta Media produzierte „Après Ski Show“. Insgesamt schalteten 4,19 Millionen Zuschauer ein – das entspricht einem Marktanteil von 13,2 Prozent und einem laut Teschner „sehr hohen Anteil“ von knapp neun Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Nach diesen Quoten entschied der Mainzer Sender, 2002 vier weitere Party-Shows und danach optional weitere Sendungen in Auftrag zu geben. Den Erfolg begründet Teschner mit dem Produktionsstil. „Wir zeigen mit authentischem Flair, was in den Ski-Hütten wirklich abgeht. Denn genauso wie in den Volksfestzelten findet hier auch sehr aktuelle Musik und Pop gleichberechtigt neben Schlager und Volksmusik statt. Wir liegen am Donnerstag zwar auf dem Sendeplatz für volkstümliche Musik und werden redaktionell auch dort geführt, aber es geht uns darum, in diesem Bereich ein echtes neues Format mit Niveau und verjüngter Zielgruppe zu schaffen“, sagt Teschner.

So produzierte die Firma die zweite Folge der „Après Ski Show“, die am 24. Januar ausgestrahlt wird, mit einem Produktionsvolumen von 1,2 Millionen Mark und einem attraktiven Künstlerangebot, das von Patrick Lindner, Vicky Leandros, Antonia & Heino über Al Bano Carrisi, der Hermes House Band bis zu James Last und Bro“Sis reicht.

Anders als bei den Après-Ski-Sendungen, die RTL II und die dritten Programme der ARD laut Teschner „mit einem deutlich niedrigeren Budget und kaum authentisch“ nach dem Erfolg des „ZDF-Originals“ produziert haben, verzichten Panta Media, das ZDF und als dritter Kooperationspartner GoldStar TV auf die bekannten Ballermann-Interpreten, weil sie, so Teschner, „in der Hüttenwirklichkeit in diesem Ausmaß nicht vorkommen“. Zudem wollen sich die Macher an ein breites Publikum wenden und diese „spezifische Nische“ den anderen Sendern überlassen. Diese Breitenwirkung zeige sich auch im Charts-Erfolg der begleitenden Compilation. Die erste Folge der „Après Ski Show“ erschien wie auch die zweite Ausgabe bei Warner Strategic Marketing.

Die erste Folge stieg auf Rang drei der Compilation-Charts ein und verhalf auch den übrigen Kopplungen aus diesem Bereich zu weiteren Erfolgen. Deswegen appelliert Teschner an die Musikindustrie: „Wir brauchen die Unterstützung der Firmen und sind offen für Vorschläge und Kooperationen. Denn nur wenn sie uns auch mit größeren, schwierig zu bekommenden Stars helfen, erzielen wir weiterhin die nötigen Quoten, um aus der Sendereihe einen langfristigen Erfolg zu machen. Und dann haben wir auch den Platz, um jungen Künstlern ein Forum zu bieten. Denn man kann nicht immer nur motzen, dass die Sender neuen Acts keine Chance geben – man muss auch etwas tun.“

Gelegenheit dazu habe die Industrie bei den nächsten Shows: Im Juli geht es um eine Beach-Party, weitere Ausgaben folgen im September und Oktober.

ZDF setzt auf stärkere Zusammenarbeit Mainz (dis) – „Wir sind immer bemüht, neue Formate zu entwicklen, ohne dabei jedoch die alten Sendungen zu vernachlässigen“, erläutert Dirk Heihoff, ZDF-Redaktionsleiter Hauptredaktion Show III und zuständig für den Bereich volkstümliche Unterhaltung, gegenüber musikwoche.de. In Zusammenarbeit mit Panta Media war er beteiligt am Konzept für die „Après Ski Show“, wobei es ihm darauf ankam, „sich dem Trend der Zeit anzupassen“.

Diesem Anliegen folgt auch das „Wunschkonzert der Volksmusik“, das am 17. Januar in die Fußstapfen der im Dezember ausgelaufenen „Volkstümlichen Hitparade“ trat. Moderatorin Carolin Reiber erfüllt fortan monatlich die Wünsche der Zuschauer, die über TED zusätzliche Titel von den Künstlern der Sendung bestimmen können. „Damit wollen wir die Zuschauer stärker einbinden“, sagt Heihoff, der auch für die „Lustige Musikanten“ Änderungen ankündigt: Die Show soll als Außenproduktion „on tour“ entstehen.