Musik

P2P-Service in Taiwan unter Beschuss

Die Ermittlungsbehörden in Taiwan haben Anzeige gegen die Betreiber einer kommerziellen P2P-Plattform namens Kuro erhoben. Die IFPI begrüßt diesen Schritt.

Die Ermittlungsbehörden in Taiwan haben Anzeige gegen die Betreiber einer kommerziellen P2P-Plattform namens Kuro erhoben. Die regionale IFPI begrüßte diesen Schritt als ein notwendiges Signal an die Betreiber von Kuro und anderer Tauschbörsen, und forderte die Kuro-Macher auf, ihren Dienst unverzüglich einzustellen. Bei Kuro handelt es sich nach IFPI-Angaben um einen zentralisierten P2P-Dienst auf Basis der altbekannten Napster-Technologie, dessen Nutzer allerdings eine Art Abo-Gebühr für die Bereitstellung der Plattform entrichten. Seit dem Start von Kuro im Jahr 2001 fand das Angebot rund eine halbe Mio. zahlende Kunden; jederzeit seien durchschnittlich mehr als fünf Mio. Tracks von über 30.000 Anbietern erhältlich. Von den Abo-Gebühren profitieren allerdings nur die Kuro-Betreiber, Tantiemen an die Musikbranche werden dagegen nicht entrichtet. IFPI-Chairman Jay Berman trat seinen taiwanesischen Kollegen zur Seite und sagte: „Die Leute müssen langsam verstehen, dass jeder, der ohne die Zustimmung der Autoren urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet, mit rechtlichen Konsequenzen rechnen kann und muss.“