Musik

P. Diddy soll zahlen

Sean Combs wird verklagt, weil er seine Memoiren nicht abliefert.

Random House will sich den bereits gezahlten Vorschuss von 300.000 Dollar inklusive Zinsen zurückholen.

P. Diddy hatte 1998 einen Vertrag unterschrieben. Das Manuskript für das Buch sollte am 15. Dezember 1999 abgeliefert werden. Seitdem ist jedoch nicht viel passiert.

Die Verleger forderten P. Diddy auch schriftlich auf, sich zum Stand des Buches zu äußern. Doch der Rapper soll es vorgezogen haben, die Briefe zu ignorieren. Random House hat eigenen Aussagen zufolge nur ungern Klage eingereicht: „Wir greifen nur selten auf Rechtsmittel zurück, aber Herr Combs ließ uns keine andere Wahl“, so eine Pressemitteilung des Verlags. Ein Sprecher von Combs erklärte, man wolle die Angelegenheit außergerichtlich regeln.

Erinnerungslücken vs. Schreibblockade

Combs wollte das Buch ursprünglich zusammen mit „Rolling Stone“-Autor Mikal Gilmore schreiben, der sich allerdings 2001 aus dem Projekt verabschiedete. P. Diddy verklagte ihn daraufhin seinerseits und behauptete, er habe dem Autor ebenfalls einen Vorschuss von über 300.000 Dollar gezahlt.

P. Diddy ist jedoch nicht der einzige prominente Musiker, der seinen Memoiren-Verpflichtungen nicht nachkommt. Auch Mick Jagger machte mit seiner geplanten Biografie Schlagzeilen. Er soll sogar einen siebenstelligen Vorschuss kassiert haben. Diesen gab er jedoch schließlich freiwillig an seinen Verlag zurück und erklärte, dass er sich leider an kein bedeutendes Ereignis mehr erinnern könne.