1999 hatte Rosa Parks eine Klage gegen Outkast eingereicht, nachdem die HipHop-Gruppe auf ihrem Album „Aquemini“ einen Song nach der Bürgerrechtlerin benannt hatte. In dem Track nahm das Duo mit der Zeile „a-ha hush that fuss, everybody move to the back of the bus“ Bezug auf die historische Tat der schwarzen Dame genommen, ohne sie im Song namentlich zu erwähnen.
Rosa Parks verklagte die Band daraufhin wegen Rufschädigung und Urheberrechtsverletzung, musste jedoch zunächst eine Niederlage einstecken. Ihre Anwälte gingen anschließend in Berufung, verklagten auch gleich noch die Plattenfirma der Band und forderten rund fünf Mio. Dollar Schadenersatz von OutKast. Nach sechs Jahre kam es jetzt endlich zu einer außergerichtlichten Einigung.
OutKast und ihre Plattenfirma Sony BMG haben sich verpflichtet, diverse Erziehungs-Programme des Rosa And Raymond Parks Instituts zu unterstützen. Diese informieren die Jugend über die entscheidende Rolle, die die mittlerweile unter Altersdemenz leidende Rosa Parks für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung gespielt hat. Des Weiteren verpflichteten sich die Musiker, das geistige Vermächtnis der alten Dame zu verbreiten.
Historische Tat
Rosa Parks wurde zu einer der wichtigsten Gestalten der US-Bürgerrechtsbewegung, als sie sich 1955 weigerte, ihren Sitzplatz in einem Bus in Alabama für einen weißen Fahrgast zu räumen, wie es das Gesetz bis dahin vorsah. Für ihre mutige Aktion kam sie ins Gefängnis, löste einen Proteststurm gegen die Rassentrennungsgesetze in den USA aus und wurde zur Symbolfigur im Kampf gegen die Rassendiskrimierung.


