Mit fünf Oscars war Martin Scorseses „Aviator“ zwar zahlenmäßig der große Sieger der Oscar-Verleihung heute Nacht, der Oscar für den besten Film und die beste Regie ging aber an „Million Dollar Baby“ (Regie: Clint Eastwood). Auch bei den Darstellerpreisen ging „Aviator“ bis auf die den Preis für die beste Nebendarstellerin an Cate Blanchett leer aus: als beste Hauptdarstellerin wurde Hilary Swank („Million Dollar Baby“) ausgezeichnet. Bester Hauptdarsteller wurde Jamie Foxx mit seiner Darstellung der Soul-Legende Ray Charles im Biopic („Ray“). Seine Auszeichnung widmete er dem verstorbenen Musiker und erklärte: „Eigentlich war ich nur ein Nebendarsteller, denn der Film wurde von der Persönlichkeit Ray Charles‘ getragen.“
Den Oscar für den besten Nebendarsteller erhielt Morgan Freeman („Million Dollar Baby“). Der Preis für die beste Kamera ging an „Aviator“-Kameramann Robert Richardson, für das beste Originaldrehbuch wurde Charlie Kaufman („Vergiss mein nicht!), für das beste adaptierte Drehbuch Alexander Payne und Jim Taylor („Sideways“) ausgezeichnet. Der Oscar für den besten Zeichentrickfilm ging in diesem Jahr an Die Unglaublichen.
Ohne Oscar-Ehren blieben die beiden deutschen Kandidaten „Der Untergang“ und „Die Geschichte vom weinenden Kamel“. Oliver Hirschbiegels Drama über die letzten Tage im Führerbunker musste in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film Alejandro Amenábars „Das Meer in mir“ den Vortritt lassen, den Oscar für den besten Dokumentarfilm, um den auch das „weinende Kamel“ konkurriert hatte, gewann „Born Into Brothels“ von Ross Kauffman und Zana Briski.
Als beste Filmmusik wurde der Soundtrack zu „Finding Neverland – Wenn Träume fliegen lernen“ von Jan A.P. Kaczmarek ausgezeichnet. Den besten Filmsong lieferte Jorge Drexler mit „Al Otro Lado Del Río“ aus dem Film „Die Reise des jungen Che“



