Musik

Opernperlen zum Festspielsommer

Die letzten großen Opernfestspiele im deutschsprachigen Raum, wie Bayreuth, Salzburg und München, haben begonnen und und bieten vornehmlich altbekanntes Repertoire für die Schar Opernbegeisterter.

Grund genug für die Plattenfirmen, ihren Backkatalog wieder zu präsentieren, wie etwa Sony Classical mit der Reihe „Opern – Abenteuerurlaub“, oder neue Einspielungen vorzustellen. Capriccio zum Beispiel setzt den Schwerpunkt im August auf Musiktheater. Auch Backkatalog-Material wie die Oper „König Kandaules“ von Alexander von Zemlinsky – die einzige Aufnahme überhaupt – wird von der Plattenfirma wieder promotet, da dieses Werk diesmal in Salzburg auf dem Spielplan steht. Bei Teldec erscheint Wagners „Der fliegende Holländer“ (VÖ: 18. August) mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. Die Oper wurde im Rahmen der Berliner Frühjahrs-Festtage als Inszenierung von Harry Kupfer aufgenommen und komplettiert nun den zehn Wagner-Opern umfassenden Zyklus des Teams Kupfer/Barenboim.

Auch EMI Music trumpft mit einem Vorzeigekünstler auf: Roberto Alagna ist in diesem Jahr in Salzburg in „Romeo und Julia“ von Charles Gounod zu Gast. Am 5. August erscheint Alagnas zweite Verdi-Gesamtaufnahme, „Il Trovatore“. Die Oper stellt enorme Ansprüche an die Darsteller, deswegen sind bislang „bahnbrechende Gesamteinspielungen recht dünn gesät“, wie die EMI mitteilt. Universal bringt dagegen Raritäten der Alten Musik. Christoph Rousset und Les Talents Lyriques entdeckten bereits 1999 die sakral-vokale Musik der neapolitanischen Schule in Form einer Jahrhunderteinspielung von Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“.

Nun widmen sie sich weiter dieser Musikrichtung mit „Leonardo Leo: Miserere“, einer Auswahl von dessen sakraler Musik. „Songs Of Ecstasy By Gautier De Coincy“ mit Philip Picket und dem New London Consort gewährt einen Einblick in die Entwicklung der französischen Sakralmusik im 13. Jahrhundert. Als Operneinspielung erscheint schließlich bei Philips „Alceste“ von Christoph Willibald Gluck am 6. August mit der Sängerin Anne Sofie von Otter. Die CD ist eine Aufzeichnung von 1999 in der Barbican Hall in London mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner.