Musik

Ol‘ Dirty Bastard stirbt im Studio

Die HipHop-Gemeinde hat einen Helden weniger: Ol‘ Dirty Bastard, Mitgründer des Wu-Tang Clan, starb aus bislang ungeklärten Gründen am 14. November bei Studioaufnahmen.

Die HipHop-Gemeinde hat einen Helden weniger: Ol‘ Dirty Bastard, Mitgründer des Wu-Tang Clan, starb aus bislang ungeklärten Gründen am 14. November bei Studioaufnahmen. Der Rapper, der unter den Künstlernamen O.D.B., Dirt McGirt, Big Baby Jesus und unter seinem bürgerlichen Namen Russel Jones bekannt war, klagte zunächst über Schmerzen in der Brust und brach später zusammen. Notärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen, die Ursache für sein Ableben konnte zunächst nicht geklärt werden.

Jones war nach Angaben eines Sprechers zuletzt „clean“ und musste sich regelmäßigen Drogentests unterziehen. Er stand nach einer mehrjährigen Haftstrafe kurz vor seinem Comeback, die Aufnahmen für ein neues Album waren fast vollendet. Als Mitglied des Wu-Tang Clan galt Jones als eine der Lichtgestalten der HipHop-Szene, sein ausschweifender Lebensstil brachte ihn jedoch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Zuletzt wurde er wegen Drogenbesitzes und Flucht aus einer Entziehungsanstalt verurteilt.

Nach seiner Freilassung unterschrieb Jones beim Label Roc-A-Fella, bei dem er seine musikalische Karriere neu starten wollte. O.D.B. hinterlässt 13 Kinder von verschiedenen Partnerinnen und seine Mutter. Er wäre am heutigen 15. November 36 Jahre alt geworden. Roc-A-Fella-Chef Damon Dash sagte zum Tod seines Schützlings: „Die Welt hat ein großes Talent verloren, aber wir trauern um den Verlust eines Freundes.“