Im Rahmen der Publica, der Messe für Marketing und Werbung im Wiener Messezentrum, fand kürzlich eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft des digitalen Musikmarketings“ statt. Moderiert von Amadeus-Organisator Mario Rossori diskutierten Franz Medwenitsch (IFPI Austria), Hannes Eder (Universal Music (Austria)), Michael Fried (Telekom Austria) und Papermoon-Musiker Christof Straub. Dass die Telekom Austria/AON seit Oktober 2003 den ersten legalen Musikdownload in Österreich anbietet, wurde von den Diskutanten als begrüßenswerte und zukunftsweisende Entwicklung interpretiert. Laut Fried, bei der Telekom als Bereichsleiter für Media/Internet zuständig, erreicht dieser Service im Moment rund 4000 User, bis Jahresende soll die Marke von 5000 Nutzern weit überschritten werden. Für Eder bleibt die CD aber auch weiterhin wichtiger Umsatzträger, Download-Angebote seien als komplementäres Produkt zu sehen, das in drei bis fünf Jahren in etwa die Größenordnung des klassischen Umsatzes erreichen wird. Universal-Repertoire werde es überall dort geben, wo eine große Angebotspalette vorhanden ist. Dies impliziere, dass auch die anderen Majors mit an Bord seien. Im Bereich Marketing setzt Universal auf die digitalen Möglichkeiten: Händler-, Presse- und Kundeninformationen in Papierform wurden zum Jahreswechsel abgeschafft. Medwenitsch blickt schließlich aufgrund der in den letzten Jahren geschaffenen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen „vorsichtig optimistisch“ in die Zukunft. Für ihn wird 2004 einmal als das Jahr gelten, „in dem der Onlinemarkt so richtig an Fahrt gewonnen hat“.
Österreichs Online-Markt nimmt Fahrt auf
Im Rahmen der Publica, der Messe für Marketing und Werbung im Wiener Messezentrum, fand eine Podiumsdiskussion zur „Zukunft des digitalen Musikmarketings“ statt. Laut IFPI-Chef Franz Medwenitsch nimmt der Markt Fahrt auf.



