Musik

Österreichs Markt im Minus

Die österreichische Musikwirtschaft setzte 2003 insgesamt 251,1 Mio. Euro um und verzeichnet damit ein Minus von 3,6 Prozent.

Die österreichische Musikwirtschaft setzte 2003 insgesamt 251,1 Mio. Euro um und verzeichnet damit ein unter dem internationalen Durchschnitt liegendes Minus von 3,6 Prozent. Weltweit wird für das vergangene Jahr ein Umsatzrückgang auf dem Phonomarkt von sieben Prozent erwartet. Entwicklungen zum Positiven sieht die IFPI Austria in den Zuwächsen des nationalen Repertoires, bei Musik-DVDs und im Start legaler Online-Dienste. So stiegen die Umsätze mit Alben aus österreichischer Produktion gegenüber 2002 um 23 Prozent, bei den heimischen Singles verdreifachte sich der Umsatz sogar. Mit nationalen Anteilen von über 20 Prozent bei Singles und etwa 15 Prozent bei Alben wurden die besten Domestic-Werte seit der Hochzeit des Austro-Pop Mitte der achtziger Jahre erzielt. Die erfolgreichsten Tonträger 2003 kamen ebenfalls aus Österreich: der Longplayer „Freier Fall“ von Christina Stürmer sowie Buddy vs. DJ The Wave mit dem Hit „Ab in den Süden“. Auch die zu verzeichnenden Zuwächse bei der Musik-DVD erfreuen die österreichische Musikwirtschaft: Das Format konnte 2003 seinen Umsatz mit einer Steigerung von 103 Prozent gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Damit ist die Musik-DVD mit einem Anteil von fünf Prozent das zweitstärkste Tonträgerformat weit hinter dem CD-Album mit 90 Prozent, aber bereits vor der CD-Single, deren Marktanteil bei 3,7 Prozent liegt. Jeweils 0,5 Prozent entfallen auf MCs und Vinylplatten. Weiterhin beklagenswert in den Augen der IFPI Austria ist das Problem der CD-Brennerei: So wurden 2003 in der Alpenrepublik ebenso viele Rohlinge mit Musik gebrannt wie Original-CDs gekauft. Kaum Veränderungen meldet der österreichische Phonoverband bei den Handelsanteilen. Während der Facheinzelhandel und die Großbetriebsformen konstant blieben, stieg das Handelssegment E-Commerce auf fünf Prozent.