Der österreichische Branchenverband IFPI Austria stellte am 7. April bei einer Pressekonferenz seine Jahresbilanz 2002 vor: Demnach sanken die Umsätze im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent von 283 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 260,5 Millionen. Wie IFPI-Geschäftsführer Dr. Franz Medwenitsch erklärte, trug vor allem die Brennerproblematik zum Rückgang bei: Den 19 Millionen in Österreich verkauften CDs standen demnach nach Verbandsangaben mit 24 Millionen gebrannten CD-Rs erstmals mehr illegal kopierte als legal verkaufte CDs gegenüber. Trotz steigendem Musikkonsum habe der österreichische Tonträgermarkt innerhalb von nur zwei Jahren jeden zehnten Käufer verloren. Die Käuferreichweite sank von 3,19 Millionen Konsumenten im Jahr 2000 auf nur noch 2,89 Millionen im vergangenen Jahr. Unterstützt von IFPI-Präsident Manfred Lappe, Universal-Chef Bogdan Roscic und IFPI-Sprecher Thomas Böhm forderte Medwenitsch deshalb erneut eine rasche Novelle des österreichischen Urheberrechts und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Tonträger, beziehungsweise die Unterstützung der europaweiten Initiative zur Mehrwertsteuersenkung durch Österreich.
Zur PowerPoint-Präsentation der IFPI-Austria.
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