Musik

Österreichs Firmen verlieren Jahresumsatz an P2P-Netze

Die IFPI Austria trat am 7.Oktober eine international koordinierte Aktion gegen illegale Musikdownloads los. Nach den Ergebnissen einer Studie ging der Musikwirtschaft Österreichs in den letzten Jahren durch P2P-Netzwerke ein gesamter Jahresumsatz verloren.

Parallel zu anderen europäischen Staaten hat auch die IFPI Austria am 7.Oktober eine scharfe Aktion gegen illegale Musikdownloads gestartet. Dem Vorstoß ging eine monatelange Aufklärungskampagne voraus, mit mehr als 90.000 Instant Messages wurden Raubkopierer direkt angesprochen. Nun sollen 100 schwere Fälle vor Gericht gebracht werden. Die Aktion soll sich vorerst nicht gegen Kids und gelegentliche Downloader richten.

IFPI-Geschäftsführer Dr. Franz Medwenitsch spricht in diesem Zusammenhang von 15 Mio. Euro jährlichem Schaden und dem Verlust von 825 Jobs in der österreichischen Musikwirtschaft durch Onlinepiraterie in den vergangenen drei Jahren. 250 Mio. Musikfiles sind laut einer Karmasin-Studie alleine in Österreich in den letzten Jahren von P2P-Netzwerken illegal heruntergeladen worden. Bei einem durchschnittlichen Downloadpreis von 0,99 Euro entspricht der Verdienstausfall einem gesamten Jahresumsatz des österreichischen Musikmarkts.

Die legalen Anbieter halten dagegen, und können im Moment über die Plattformen aon.at, chello.at und mycokemusic.at auf 350.000 Titel von OD2 On Demand Distribution zugreifen. Laut Christoph Schick, zuständig für Sales und Marketing bei OD2, nutzen derzeit 50.000 registrierte Kunden die legalen Downloadangebote. Bereits mit Jahresende 2004 will OD2 in Österreich rund eine Mio. Titel im Programm haben. Für Ende Oktober ist zudem der Start von Apples iTunes in Österreich angekündigt.

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