Musik

Oasis begraben Kriegsbeil

Über zehn Jahre nach Beginn der öffentlich ausgetragenen Fehde zeigt sich Liam Gallagher gönnerhaft: Er verkündete, dass der Streit zwischen Oasis und Blur Geschichte sei.

Vielleicht war es ja das Chartsduell zwischen 50 Cent und Kanye West, das Liam Gallagher daran erinnerte, dass er mal so eine ähnliche Kiste am laufen hatte. Und nachdem nun angeblich auch Timbaland und Dr. Dre auf den Duell-Zug aufspringen wollen, muss der Britpopper den sprechreimenden Kopisten anscheinend durch die Blume sagen, dass sie sich komplett kindisch verhalten.

Vielleicht haben die aktuellen Wettstreitereien in Sachen Plattenabsatz aber auch rein gar nichts mit der Aussage des Oasis-Sängers zu tun. Ob es nun ein unterschwelliger Vorführeffekt oder Altersmilde ist – Fakt ist jedenfalls, dass die Fehde zwischen Blur und Oasis der Vergangenheit angehört. In einem Interview mit einem britischen Magazin meinte der jüngere der Gallagher-Brüder: „Ich habe nichts gegen Blur. Ich bin darüber hinweg. Das war doch nur zum Spaß, so was macht man eben, wenn man jung ist. Wenn ich immer noch in sowas verstrickt wäre, wäre ich doch ein echter Wichser.“

Wen juckt’s?

Der jahrelange Streit zwischen Blur und Oasis hatte in den neunziger Jahren für unzählige Schlagzeilen in der Musikpresse gesorgt. Der Höhepunkt der Fehde war 1995 erreicht, als zeitgleich die Singles „Country House“ und „Roll With It“ veröffentlicht wurden. Nach dem Ende des Britpop-Hypes verschwand auch das Interesse für die Streithähne.