Musik

Nur wenige Gewinner im Onlinegeschäft

Das Onlinegeschäft mit Musik nimmt Fahrt auf und die Zahl der Firmen, die sich in diesem Bereich engagieren, wächst beständig. Analysten warnen allerdings vor übertriebenen Erwartungen: Die Renditen bleiben schmal.

Das Onlinegeschäft mit Musik nimmt Fahrt auf und die Zahl der Firmen, die sich in diesem Bereich engagieren, wächst beständig. Analysten warnen allerdings vor übertriebenen Erwartungen: „Es gibt bereits dreimal so viele Stores wie benötigt werden“, meint etwa Josh Bernoff als Analyst aus dem Hause Forrester Research im Gespräch mit der „New York Times“. „Wir sehen im Onlineverkauf von Musik kein allein tragfähiges Geschäftsmodell“, plichtet ihm Joe Wilcox von Jupiter Research bei: Für viele Unternehmen würden die Download-Shops nur dann Sinn machen, wenn mit den Songs als Lockvogelangeboten z.B. der Verkauf teurerer Produkte angeschoben werden könne – wie es etwa Apple vormacht. Dagegen könnte etwa Wal-Mart laut Forrester-Analyst Bernoff Probleme mit seinem Download-Angebot bekommen: „Mit dem billigen Verkauf von Songs allein macht man kein Geschäft; ein Geschäft macht man mit dem Aufbau eines vollständigen Rundum-Angebots – vor allem, wenn man dazu auch noch die Player verkauft.“ Jupiter-Mitarbeiter Wilcox ergänzt, dass die Donwload-Shops zwar mit einer wachsenden Kundenzahl rechnen könnten, sich aber gleichzeitig Abo-Modelle als profitabler erweisen könnten. Ebenfalls vom Online-Boom profitieren wollen Unternehmen, die schlüsselfertige Shops anbieten. Dazu zählt sich auch Loudeye-CEO Jeff Cavins: „Wir sind die Firma, die den Goldgräbern ihre Hacken und Schaufeln verkauft.“