“Das absolut Geniale an Metal ist, dass durch die vielen Stilrichtungen wie Gothic, Black, Melodic, Power, Death, Thrash oder Dark und deren Vermischungen ständig neue, besondere Bands entstehen.“ Was Markus Staiger, dem Gründer und Inhaber der auf Metal spezialisierten Firma Nuclear Blast in Donzdorf bei Stuttgart, natürlich entgegenkommt. Absoluter VÖ-Höhepunkt des Unternehmens in den nächsten Monaten ist „Warriors Of The World“, das neue Album von Manowar. Außerdem setzt man auf „Black Sun“ der deutschen Formation Primal Fear, die damit vor kurzem auf Platz 55 in die deutschen Charts eingestiegen ist – für Staiger „eine der besten Euro-Metal-Bands“.
Darüber hinaus gelten die Hoffnungen der finnischen Newcomer-Band Thunderstone, die musikalisch mit Stratovarius zu vergleichen ist. Zudem stehen neue Alben von Anthrax, In Flames und Hammerfall ins Haus. „Im Gegensatz zu den Majors profitieren wir von einer treueren Hörerschaft und einem Wachstumsmarkt im Bereich Metal.“ Zur Philosophie seines Unternehmens erklärt Staiger, bei allen Bands stehe der langfristige Aufbau im Vordergrund. Dies bewiesen Acts wie Dimmu Borgir oder In Flames. „Als wir diese Bands unter Vertrag nahmen, waren sie nur im Underground bekannt. Durch viele Live-Auftritte und harte Basisarbeit ist es uns nach Jahren gelungen, beide Gruppen als feste Größen im weltweiten Metal-Markt zu etablieren.“ So hätten In Flames beispielsweise hervorragende Verkaufszahlen auch in Japan vorzuweisen. Der Geschäftsführer weiter: „Ich bin seit 20 Jahren fanatischer Metal-Fan und schulde es den Hörern, nur ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern.“
Im Marketing-Bereich versucht Nuclear Blast mit einem eigenen Street-Team in allen wichtigen Städten präsent und über die Zielgruppe hinaus aktiv zu sein. Weitergehende Maßnahmen seien allerdings schwierig, „da Radio und TV im Grunde genommen alles, was Metal ist, ignorieren, außer es ist New Metal“. Im Gegensatz zu Rap-Acts habe man zum Beispiel Manowar, die sich seit fünf Wochen in den Single-Charts halten (Top-Platzierung: Rang 15) bei Viva und MTV für die Rotation abgelehnt. „Ein noch größerer Skandal ist, dass die Medien nicht registrieren, dass der Metal-Sektor ständig wächst. In Ländern wie Griechenland, Spanien, und Frankreich verkaufen viele unserer Bands immer mehr Alben“, erklärt Staiger. „Sogar im konjunkturgebeutelten Deutschland geht es bei uns steil voran: Alle jammern, aber die Metal-Fans kaufen mehr CDs.“



