Musik

NPD Group sieht Abflauen der P2P-Nutzung

Die harte Haltung der RIAA gegen illegales Filesharing könnte sich vielleicht doch auszahlen. Nach den Messungen der Marktforscher von der NPD Group nahm die Zahl der Daten tauschenden US-Haushalte zwischen Juni und Oktober um elf Prozent ab. An der Summe der über P2P gehandelten Songs änderte dies indes nichts. Doch die NPD-Zahlen sind nicht unumstritten.

Die harte Haltung der RIAA gegen illegales Filesharing könnte sich vielleicht doch auszahlen. Nach den Messungen der Marktforscher von der NPD Group nahm die Zahl der Daten tauschenden US-Haushalte zwischen Juni und Oktober um elf Prozent ab. Mitte des Jahres hatten demnach geschätzte 6,4 Mio. Haushalte mindestens einen Song aus dem Netz gefischt, Ende Oktober waren es nur noch 5,7 Mio. Haushalte. „Das ist das erste Mal, dass wir so einen deutlichen Abfall beobachten“, erklärte NPD-Analyst Russ Crupnick. „Das hat sicher nichts mit einem saisonalen Schwund zu tun.“

An der Summe der über P2P-Systeme gehandelten Songs änderte dies jedoch nichts. Laut NPD Group stieg die Zahl der Titel im Untersuchungszeitraum sogar von 258 auf 266 Mio. Zudem stehen die NPD-Zahlen im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Experten im Bereich P2P-Marktforschung: Laut BigChampagne stieg die Zahl der zu jedem beliebigen Zeitpunkt in den diversen P2P-Netzen aktiven Nutzer von Juni bis Oktober von 8,89 Mio. auf 9,17 Mio. Die Zahl der P2P-Nutzer in den USA wuchs im selben Zeitraum von 6,51 auf 6,53 Mio.

Mehr zum Thema