Musik

Norwegen plant Urheberrechtsreform

Norwegen will sein Urheberrechtsgesetz den EU-Standards anpassen. Die Umgehung von Kopierschutzsystemen bei CDs und DVDs soll künftig unter Strafe gestellt werden. Allerdings soll das so nicht für Privatzwecke gelten.

Norwegen will sein Urheberrechtsgesetz weit gehend den Standards innerhalb der EU anpassen. Die Umgehung von Kopierschutzsystemen bei CDs und DVDs soll künftig unter Strafe gestellt werden. Geldstrafen und bis zu drei Jahre drohen allen, die gegen das neue Urheberrecht verstoßen. Norwegens Regierung hat es offenbar vor allem auf Ripper und Uploader abgesehen: Wer die Schutzmechanismen auf CDs unterläuft, um seinen iPod oder das Internet mit MP3-Dateien zu füttern, muss mit Strafverfolgung rechnen. Wer jedoch eine identische Kopie für Privatzwecke erstellen will, darf die Copy Protection knacken.

Weil ein CD-Spieler als Wiedergabegerät im Sinne des Erfinders ist, sei das Erstellen einer Kopie für die persönliche Nutzung zulässig, berichtet die norwegische Nachrichtenagentur NTB. Ein MP3-Player sei jedoch naturgemäß nicht für das Abspielen von CDs bestimmt und deshalb dürfen kopiergeschützte CDs nach dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht gerippt werden. Das norwegische Parlament soll noch im Frühjahr über den Regierungsentwurf abstimmen. Im Falle einer Ratifizierung kann das Gesetz frühestens am 1. Juli in Kraft treten.

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