Musik

Noise Records und „Hammer“ fördern Nachwuchs

Um hoffnungsvolle junge Bands aus dem Metal-Bereich zu fördern, hat das bei Sanctuary Records angesiedelte Label Noise Records in Kooperation mit dem Genremagazin „Hammer“ einen Bandwettbewerb mit dem Etikett „Young Metal Gods“ ins Leben gerufen.

Frisches Blut tue im Metal-Segment dringend Not, wie Christine Stephan, Head of Promotion Metal/ DVD bei Sanctuary Records, betont: „Wenn man die großen Metal-Festivals der letzten drei Jahre betrachtet, spielten da immer die selben Headliner. Auch die Medien fokussieren sich auf die bekannten Namen. Es ist aber abzusehen und bereits jetzt spürbar, dass sich Jugendliche mehr und mehr aus dem Bereich Metal zurückziehen, wenn immer nur die gleiche Kost serviert wird.“ Mittels des „Young Metal Gods“-Wettbewerbs sucht Noise Records in sieben europäischen Ländern jeweils mit einer Metal-Fachzeitschrift als Partner nach Bands im Durchschnittsalter von maximal 23 Jahren, die das Interesse der jungen Metal-Fans wachhalten sollen und einmal in die Fußstapfen der alten Garde von Saxon bis Motörhead treten könnten. In Deutschland ist der „Hammer“ Printpartner und hat im aktuellen Heft bereits einen Aufruf zur Einsendung von Demos gestartet.

Dies tun bis Dezember auch Partnermagazine in Schweden, Finnland, Norwegen, Frankreich, Spanien und Italien. Jurys der Magazine wählen drei Bands pro Land aus, die es dann in die nächste Runde schaffen. Unter diesen 21 Gruppen erreichen wiederum fünf die Endausscheidung, bei der sich die Bands bei einem Live-Konzert in Zusammenarbeit mit der Booking-Agentur All Access einer Fachjury stellen. Die ermittelt drei Gewinner, die einen Plattenvertrag bei Noise Records erhalten. Unter der Ägide von Produzent Piet Sielck haben die Bands jeweils vier Wochen Zeit für die Aufnahmen eines Albums. Im September/Oktober 2003 sollen die Platten auf den Markt kommen. Die Bands sind dann zumindest den Lesern des „Hammer“ und der ausländischen Partnermagazine schon ein Begriff, denn die begleiten den Wettbewerb in allen Phasen redaktionell bis hin zum Studioreport mit Stimmungsberichten von den Aufnahmen.