“Nigel Kennedy gelingt es immer wieder, Brücken zu bauen. Ob Bach-Spezialist oder Jimi-Hendrix-Fan, Mozart-Kenner, Punk oder Klezmer-Liebhaber – sein künstlerisches Genie, seine Virtuosität und grenzenlose Phantasie bringen die Menschen aller Kulturen zusammen“, betont Prof. Werner Hay, Geschäftsführer der Deutschen Phono-Akademie. Auch EMI-Classics-Chef Dr. Andreas von Imhoff ist stolz auf seinen Vorzeigekünstler und lobt ihn in den höchsten Tönen: „Kennedy ist für die Klassikwelt ein Geschenk des Himmels dank seiner außergewöhnlichen Kommunikationsfähigkeiten als Musiker und Mensch. Er ist ein Urmusikant, phänomenaler Geiger und Mitstreiter, der mit höchster Professionalität und warmer menschlicher Anteilnahme Künstler und Freund ist.“ Denn Nigel Kennedy zählt zur eher raren Spezies von Künstlern, die neben ihrem persönlichen Engagement auch mit ihrem Auftreten ein breites Publikum ansprechen. Zu Beginn seiner Karriere galt er als Enfant Terrible, als „Punk-Geiger“.
Doch war er auch der erste westliche Musiker, der nach dem Balkankrieg im ehemaligen Jugoslawien auftrat. Im September 2002 plante er, zusammen mit dem Geiger Maxim Vengerow an der Klagemauer in Jerusalem ein Benefizkonzert zu geben, das wegen der politischen Unruhen leider abgesagt werden musste. „Seine künstlerische Vitalität und Neugier haben sowohl dem klassischen als auch dem zeitgenössischen Repertoire neue Impulse verliehen. Durch seine einzigartige Performance versteht es Kennedy, Menschen unterschiedlichster Couleur und jeglichen Alters mitzureißen und seinen Spaß an klassischer Musik auf seine Zuhörer zu übertragen“, sagt Maren Borchers, die Nigel Kennedy bei EMI Classics seit vier Jahren betreut. Eine Freundschaft habe sich aufgebaut, nicht nur zwischen ihr und dem Geiger, auch zwischen dem Hause EMI und Kennedy. „We are a family“, sagte denn auch Kennedy jüngst in Köln, wo er seine aktuelle Best-Of-CD „Greatest Hits“ (Bestell-Nr.: 5573992) einem Medienpublikum vorstellte. „Das Haus war im Nigel-Fieber“, so beschreibt Borchers die Vorbereitungszeit.
Und sie zeigt sich begeistert davon, mit welchem Engagement ihr alle Abteilungen des Hauses bei den Planungen entgegenkamen. Auch Capitol-Chefin Sylvia Kollek ließ sich vom sympathischen Musiker beeindrucken. Organisationstalent brauchte Borchers auch für den Echo-Klassik-Abend am 13. Oktober. Denn der Ablaufplan sah vor, dass Kennedy zur Aufzeichnung der Gala um 18 Uhr in Frankfurt einfliegt, ein Kreisler-Stück spielt und anschließend mit dem Hubschrauber nach Köln zu einem Konzert in der Philharmonie eilt. „Da soll noch einer sagen, Künstler stünden nicht für Promotion zur Verfügung“, meint Borchers respektvoll. Und wie es sich für einen Botschafter gehört, war für den Kennedy-Besuch vom Landeplatz in Köln bis zum Konzerthaus auch eine Polizei-Eskorte eingeplant.


