Musik

Nicoli sieht Chance auf Wachstum

Zur Eröffnung der MidemNet am 21. Januar machte EMI-Konzernchef Eric Nicoli der Branche Mut: Es bestehe kaum ein Zweifel daran, dass es bald wieder Wachstum gebe. Die Diskussion um eine Blankolizenz in Frankreich sei allerdings gefährlich.

Zur Eröffnung der MidemNet am 21. Januar machte EMI-Konzernchef Eric Nicoli der Branche Mut: Es bestehe kaum ein Zweifel daran, dass das Musikgeschäft bald wieder auf Wachstumskurs gelange. Allerdings sei noch fraglich, wie weit es aufwärts gehen könne. Der digitale Markt sei bei einer Breitbandverbreitung von 40 Prozent und einer Durchdringung von 15 Prozent bei MP3-Playern noch weit davon entfernt, ein wirklich entwickelter Markt zu sein.

Die Plattenfirmen müssten den Nutzern im Digitalgeschäft breitere Wahlmöglichkeiten geben, bräuchten allerdings auch bessere Rahmenbedingungen. „Natürlich kommt man mit einem Lächeln weit“, zitierte er den Gaengsterboss Al Capone, „aber mit einem Lächeln und einer Waffe kommt man noch weiter.“ Plattenfirmen und Musikverlegern riet er, statt jetzt um Anteile vom Kuchen zu feilschen, zunächst das Geschäft für alle Marktteilnehmer auszubauen und den Nutzern einen einfachen und befriedigenden Zugang zur Musik zu sichern.

Kritisch beurteilte Nicoli den Vorstoss der französischen Politik im Hinblick auf eine Blankolizenz: Dies könne das digitale Geschäft zerstören, meinte er.