Ein Zusammenschluss mit der jüngst an die Börse gegangenen Warner Music Group steht bei der britischen EMI Group derzeit nicht auf der Tagesordnung. „Für den Moment konzentrieren wir uns völlig darauf, mit EMI den weltweit besten Musikkonzern aufzustellen“, erklärte zumindest Chairman Eric Nicoli im Rahmen der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am 24. Mai in London. Allerdings erteilte der Manager eventuellen Merger-Plänen keine endgültige Absage:
„Wenn es zu einem kommenden Zeitpunkt für uns Sinn macht und auch unsere Aktionäre davon profitieren würden, dann wäre ein Zusammenschluss eine Option, die wir diskutieren müssen“, sagte Nicoli. So habe EMI bereits im Jahr 2000 Fusionen verhandelt, und im Jahr 2003 das Warner-Musikgeschäft kaufen wollen, sei aber beide Male nicht zum Zuge gekommen. Kurzfristig stehe bei EMI deshalb derzeit die A&R-Arbeit, die Steigerung der Effizienz und der Wechsel vom physischen zum digitalen Geschäft im Fokus. Nicoli warnte zudem vor zu großer Euphorie angesichts einer möglichen Fusion, schließlich stehe so ein Unterfangen stets unter strenger Aufsicht der Kartellwächter.



