Musik

New Yorker Musikpirat erschossen

Die New Yorker Piraterieszene gerät derzeit von ungewohnter Seite unter Druck: Nicht nur die Branchenverbände RIAA oder MPAA sind den Bootleggern auf den Fersen, zum zweiten Mal fielen Schüsse im Milieu.

Die New Yorker Piraterieszene gerät von ungewohnter Seite unter Druck: Nicht nur die Branchenverbände RIAA oder MPAA sind den Bootleggern auf den Fersen, zum zweiten Mal fielen Schüsse im Milieu. Dabei starb am 19. November in einem illegalen Kopierbetrieb der Einwanderer Ablia Diallo. Bereits im Juli wurden zwei Mitarbeiter eines Pirateriebetriebs in der Nähe des Empire State Buildings bei einer Schießerei verletzt. Die beiden mutmaßlichen Täter warten derzeit auf ihren Prozess. Die New Yorker Behörden gehen laut der Nachrichtenagentur AP davon aus, dass das profitable Pirateriegeschäft zunehmend das Interesse von gewaltbereiten Kriminellen weckt. Zwar sieht die Polizei keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Fällen, aber Frank Creighton, Director Anti-Piracy der RIAA, erkennt darin doch eine bislang untypische Eskalation der Gewalt. Nach Angaben der RIAA stellen die Bootlegger New Yorks rund zwei Drittel aller CD-Counterfeits der USA her. Durch den Preisverfall bei CD-Rohlingen und Hardware seien die Kosten der Piraten in den vergangenen drei Jahren deutlich gesunken, und ihre Profite entsprechend gestiegen.