Musik

Neuheiten von Capriccio

Ungewöhnliches und Rares für Kenner

Mit drei aktuellen Produktionen verspricht Capriccio laut Produktmanager und Pressepromoter Gregor Chanteaux „Barock und Klassik in authentischer Aufführungspraxis“. So gibt Reinhold Friedrich mit dem Album „Tribute To Old England“ sein Debüt auf der Barocktrompete in Begleitung der Berliner Barock Compagney mit Werken von Henry Purcell bis William Lawes. Der vielseitige Virtuose demonstriert damit laut Chanteaux, dass er keine Repertoiregrenzen kennt, nachdem er zuletzt für Capriccio ein Album mit zeitgenössischen Trompetenkonzerten einspielte. Ähnliches gilt für Kolja Lessing, der nicht nur Klavier und Violine gleichermaßen beherrscht, sondern auch stilistisch nicht festzulegen ist. Dass er sich im Barockgewand genauso zu Hause fühlt wie in der Musik des 20. Jahrhunderts, beweist er mit den „12 Fantasien für Violine Solo“ von Georg Philipp Telemann, für Gregor Chanteaux „ein bislang viel zu wenig beachteter Zyklus, der sich hinter den großen Werken von Bach nicht zu verstecken braucht“.

Das Concerto Köln, weltweit gerühmtes Ensemble in Sachen Alte Musik, hat sich auf „The Mozart Album“ populären Werken des Komponisten angenommen: der Symphonien Nr. 29 und Nr. 35 („Haffner-Symphonie“) mit dem Fagottkonzert, dem „Andante für Flöte und Orchester“ und der Ouvertüre zu „La Betulia Liberata“. Ein modernes Highlight verspricht Capriccio mit der CD mit dem „Concerto Funèbre“ und den Symphonien zwei und vier von Karl Amadeus Hartmann, interpretiert von Vladimir Spivakov und dem Gürzenich-Orchester unter James Conlon. „Auch im Bereich Oper und Musiktheater hat Capriccio interessante Produktionen abseits des gängigen Repertoires im Angebot“, so Chanteaux. Dazu zählen Hans Pfitzners romantischer Oper „Der arme Heinrich“ sowie die Weltersteinspielung von Kurt Weills „Zaubernacht“.