Musik

Neues Album von Steirerbluat: Mit Vollgas zum Erfolg

Die Wandlung ist perfekt: Bewegten sich Steirerbluat vor vier Jahren noch überwiegend im Volksmusikbereich, vollziehen sie spätestens mit „Nicht mal berühr’n“, ihrem sechsten Album, den Wechsel ins Schlagerfach.

Als „poppige Schlager“ bezeichnet Sänger Christian Hütter die 13 neuen Songs. „Das ist der Weg, den wir eingeschlagen haben.“ Und der Erfolg zeichnet sich langsam ab. Mit dem fünften Album, „Alles, was i dir biet’n kann“ (White Records/BMG), erreichten Steirerbluat bereits Platz vier der österreichischen Charts. Und auch das neue Album sei schon „sehr gut angelaufen, in Österreich sogar schon unter den Top 40. Wir werden abwarten, wie es sich entwickelt.“

Die erste Single-Auskopplung, „Nicht mal berühr’n“, dominiere schon die Airplay-Charts. Doch hinter dem Erfolg steht harte Arbeit. Die Band macht gerade eine ausgiebige Promotour durch ihr Heimatland, und auch in Deutschland sind diverse Termine angesetzt. Darunter fielen bereits Auftritte beim „Hüttenzauber“ (ZDF) und „Musikantenstadl“ (ARD), weitere Termine im „Sonntagskonzert“ (ZDF) am 25. April und in „Achims Hitparade“ (MDR) am 14. Mai folgen.

Im vergangenen Jahr haben Steirerbluat 218 mal gespielt, allein über 100 mal in Diskotheken im deutschsprachigen Raum. „Danach waren wir körperlich einfach erschöpft und mussten ein bisschen vom Gas runtergehen. Darum spielen wir jetzt weniger und greifen dann ab April wieder mit Vollgas an“, sagt Hütter. Um dieses Pensum durchzuhalten, braucht es die Liebe zur Musik. „Wir machen es alle vier gern. Wenn das nicht so wäre, würde es auch keiner schaffen.“ Zwischendurch nutzen die vier Musiker die Zeit, um neue Songs zu komponieren und zu texten.

Hütter fallen die besten Melodien nachts beim Heimfahren nach einem Auftritt ein. Oder sie sitzen vor einem Auftritt zusammen und tüfteln an neuen Songs und Zeilen. Zeit zum Ausspannen bleibt nicht viel, und Hütter fordert von seinen Mannen eiserne Disziplin. Doch dafür belohnen Projekte wie ein Gastspiel in Las Vegas, auf das sich Hütter besonders freut: „Wir spielen da vom 1. August bis zum 4. September. Das ist eine schöne Abwechslung, mal was ganz anderes.“ Auch musikalisch will Hütter sein Programm dem US-Geschmack anpassen: Texte werden übersetzt und um neue Elemente wie Rap-Einlagen bereichert. Der nächste Schritt von Steirerbluat? „Die Songs werden dann sicher auch hier zu hören sein, international produziert mit einem Video. Damit landen wir dann eher im Popbereich.“