Dabei hatte dieser „Rausschmiss“ einen einfachen Grund. „Ich war auf Tour mit Andrea Berg und Bernhard Brink und hatte einfach keine Zeit, ‚Herz auf Rot‚ wieder selbst zu produzieren“, erklärt der Sänger. Dafür ist er mit dem Resultat mehr als zufrieden. Denn er fand zurück zu Ekki Stein, mit dem er in seiner „Schlagerpopzeit“ bereits zusammengearbeitet hat, und Texter Engelbert Simons. Eine Partnerschaft, die „den Songs gut tat: Wir haben insgesamt fast 80 Titel geschrieben, die 14 Besten erscheinen nun auf dem neuen Album“, schwärmt G.G. Anderson. Früher sah er sich als „Stimmungsmacher der Nation“, aber durch Ekki Stein seien die Songs ein bisschen moderner geworden. Seinen vornehmlich weiblichen Fans sollte der Stil von „Herz auf Rot“ gefallen.
Es ist traditioneller Schlager mit viel Gefühl, modern produziert, der Liebes- und Urlaubsgeschichten erzählt. Gerd Grabowski, ganz Schwerenöter, verfolgt damit natürlich einen bestimmten Zweck: „Es ist die beste Voraussetzung, wenn ich merke, dass ich bei meinen Fans ins Herz treffe. Denn dann ist meine Aufgabe erfüllt.“ Dabei ist der Sänger ein treuer Familienvater, der seit 16 Jahren glücklich verheiratet und seit 28 Jahren mit seiner Frau zusammen ist. „Es gibt keine Skandale um mich, und den Starkult habe ich nie gepflegt. Die Fans honorieren das. Und sie wissen, dass ich zu dem stehe, was ich mache, weil ich ein ehrlicher Hund bin.“ Er mache einfach Musik, weil er ein leidenschaftlicher Musiker ist.
Insofern soll „Herz auf Rot“ einen neuen Abschnitt seiner Karriere markieren. Denn als sein eigener Manager sagt Gerd Grabowski: “ G.G. Anderson gehört zu den Top 5 im Deutschen Schlager, und das soll sich bei ‚Herz auf Rot‘ jetzt auch in den Verkäufen zeigen. Das tut es momentan noch nicht. Aber ich hoffe, dass meine Arbeit nun honoriert wird.“ Vor ein paar Wochen feierte G.G. Anderson seinen 50. Geburtstag, er steckt bereits voller Ideen für zukünftige Projekte. „Auf jeden Fall möchte ich für Kollegen weiterhin Songs schreiben und vielleicht auch ein Duett mit einer guten Sängerin versuchen.“ Nur das Produzieren will er endgültig aufgeben.



