“Es klafft eine Lücke zwischen den Klassikhörern, die sich um die 40 plus bewegen, und den DVD-Usern, die eher Ende 20 bis Ende 30 Jahre alt sind“, berichtet Uta Niedenzu im Gespräch mit musikwoche.de. Deswegen stehen Klassik-DVDs bei Warner Vision Germany, ein Geschäftsbereich von Warner Music Germany und eine Division von Warner Vision International, nicht im Mittelpunkt. „Unser Schwerpunkt liegt bei den Rock/Pop-Produktionen. Die Stückzahlen bei Klassik-Titeln sind derzeit noch nicht so hoch wie bei unseren Top-Sellern in den anderen Genres“, so die Marketingdirektorin. Gleichwohl baue Warner Vision Germany den Klassikbereich „kontinuierlich“ auf, denn im Grunde biete die DVD mit ihren hochwertigen Sound- und Bildstandards gerade für Klassikhörer ein ideales Medium. Allerdings sei diese Gruppe „verunsichert, weil sie nach den Erfahrungen mit den Laser-Discs nun etwas lange Währendes haben will.“ Dazu soll der zweite Teil der Dokumentarreihe „Great Composers“ beitragen, die die BBC produzierte. Am 25. März steht er in den Regalen. „Volume 2“ beschäftigt sich zwei Stunden lang mit Ludwig van Beethoven und Richard Wagner (Best.-Nr. 8 0927 42871-2 0), im ersten Teil ging es um Bach und Mozart. Teil drei wird Mahler, Tschaikowsky und Puccini behandeln.
Insgesamt stehen bei Warner Vision im Klassikbereich 32 DVD-Veröffentlichungen momemtan 119 Titeln auf VHS entgegen. Jedoch verkaufen erfolgreiche DVDs wie der Londoner Mitschnitt von „Les Misérables“ schon jetzt mehr als die besten VHS-Titel. „Mit der Zeit und der entsprechenden Unterstützung der Handelspartner wird auch auch die Klassik-DVD ihren Platz im Markt finden“, prophezeit Niedenzu.



