Terry McBride, Betreiber der unabhängigen kanadischen Nettwerk Music Group, erneuerte im Rahmen des Digital Music Forums in New York seine Kritik an der Klagestrategie der RIAA. Der US-Branchenverband sei dabei, die Zukunft der Musikwirtschaft zu zerstören, sagte McBride. Es gebe bessere Wege als den Rechtsweg, das Digitalgeschäft zu fördern. Schon im Januar hatte sich McBride auf die Seite der von der RIAA beschuldigten Elisa Greubel geschlagen und angekündigt, im Falle einer Verurteilung die Strafe für die 15-Jährige zu zahlen: „Die aktuelle Vorgehensweise ist nicht im Sinne meiner Künstler“, erklärte er damals.
Nun weitete der Firmenchef seine Kritik auf die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Einsatz von DRM-Systemen aus: Es sei völlig unverständlich, dass DRM-Maßnahmen auf Tonträgern nur eine untergeordnete Rolle spielen würden, im Digitalgeschäft aber beinahe nichts ohne DRM-System ginge, sagte McBride: Hier werde mit zweierlei Maß gemessen, obwohl es doch in beiden Fällen um Musik gehe.



