Musik

Nato-Treffen unterm Friedensengel

Zur Live-Präsentation ihrer Debütsingle „Chorjavon“ flog das Unterföhringer Label Cheyenne Records die russische Sängerin Nato in München ein. Die verschleierte Künstlerin gab sich spröde.

Zur Live-Präsentation ihrer Debütsingle „Chorjavon“ flog das Unterföhringer Label Cheyenne Records die russische Sängerin Nato in München ein. Die verschleierte Künstlerin gab sich in der Unterführung unter dem Friedensengel spröde.

Den Schador trage sie aus Überzeugung, sagte Nato; ihr Song, der davon erzählt, wie vier Brüder als Terroristen in den „Krieg“ ziehen und dabei umkommen, sei ein Statement gegen den Terrorismus. Weitere Fragen zu ihrem künstlerischen Selbstverständnis, ihrer Herkunft und ihren Überzeugungen wollte sie nicht beantworten, das sei „zu persönlich“. Auch Produzent Iwan Schapawalow (t.A.T.u.) gab sich im Gesprächsversuch mit MusikWoche zugeknöpft, seine Vorstellungen blieben schleierhaft. Den zahlreich erschienenen Medienvertretern erklärte Cheyenne-Geschäftsführer Holger Roost-Macias immerhin, dass der Name Nato eine Kurzform von Natasha sei und nichts mit dem gleichnamigen Militärpakt zu tun habe.

So bleibt vom ersten Nato-Auftritt in Deutschland vor allem die Erinnerung an eine originelle Location und an eine professionelle Organisation – und natürlich die Vorfreude auf die gelungene Single „Chorjavon“, die am 13. Juni bei Cheyenne erscheint.