mw: Wie viel Aufwand steckt hinter „Star Wars“? Williams: Für „Star Wars“ habe ich etwa vier Monate gebraucht – genau wie für die zweieinhalb Stunden bei „Harry Potter“. Und das ist wirklich nicht viel. Ich hätte gerne etwas mehr Zeit, und seien es nur sechs Monate.
mw: Wie steht es mit dem „Star Wars“-Kult? Williams: Den stelle ich auch bei mir fest. Wenn ich meine Sommerkonzerte in amerikanischen Freilufttheatern gebe, spiele ich natürlich auch die Musik von „Star Wars“. Und deswegen kommen auch immer viele Fans in Kostümen. Man steht auf der Bühne und blickt auf ein Publikum, das aus lauter Luke Skywalkers und Darth Vaders besteht – das sieht einfach zu komisch aus. Und da fühle ich dann schon so etwas wie einen Kult. Außerdem bekomme ich viel Fanpost und regelmäßige Anfragen von Conventions, für die ich aber kaum Zeit habe.
mw: Was können wir von „Episode II“ erwarten? Williams: Das musikalische Fundament von „Episode II“ ist ein Liebesthema: Es ist das große Zusammenkommen von Königin Padmé Amidala und Anakin. Sie heiraten am Ende des Films, und das Ganze ist das Emotionalste, was die Lukas-Mythologie je erlebt hat. Klar ist da immer noch viel Action-Movie-Musik vertreten. Aber das Kernmotiv des Films ist ein lyrisches Stück, das die Hingabe der Protagonisten untermalt. Eben ein zentraler Aspekt der Weltliteratur – jetzt hält er auch bei „Star Wars“ Einzug. Zumindest in dieser Episode. Über die nächste darf ich noch nichts verraten


