Der Pianist Lars Vogt und der Kölner Kabarettist und Autor Konrad Beikircher haben nun einen ganz eigenen Weg gefunden, diese Komposition zu präsentieren: Der Musik über Bilder fügen sie eine Collage aus Literatur hinzu. Live aufgenommen auf dem von Lars Vogt geleiteten und jährlich in Heimbach (Eifel) stattfindenden Festival „Spannungen“, zeigen sich diese Bilder als eine abenteuerliche Reise in die Welt der Assoziationen: Das grausige erste Bild („Der Zwerg“) erhält zum Beispiel mit der Beschreibung Quasimodos („Der Glöckner von Notre Dame“) eine neue Perspektive.
Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz: Wenn die Küken in ihren Eierschalen tanzen, rezitiert Beikircher eine Geschichte von Max und Moritz. Mussorgsky schrieb seine Bilder 1874 nach Werken seines im Jahr zuvor verstorbenen Freundes Victor Hartmann; die Verbindung von Bildern und Musik war für die damalige Zeit höchst experimentell. In ihrer Interpretation wahren Lars Vogt und Konrad Beikircher diesen experimentellen Charakter, zumal Vogt die selten zu hörende Urtextfassung aus dem Entstehungsjahr spielt (EMI Classics, Bestellnummer: 5 57299 2).


