Musik

Musikschaffende fordern mehr Präsenz im ORF

Die Österreichische Note, die Organisation der Musikschaffenden Österreichs, kritisiert den erneut sinkenden Anteil heimischer Produktionen im Musikprogramm des Österreichischen Rundfunks.

Die Österreichische Note, die Organisation der Musikschaffenden Österreichs, kritisiert den erneut sinkenden Anteil heimischer Produktionen im Musikprogramm des Österreichischen Rundfunks (ORF). Die AKM-Sendezeitstatistik weise für das Jahr 2005 einen Anteil von 19,16 Prozent aus, 1990 lag dieser Wert noch bei 27 Prozent.

„Wir fordern deutlich mehr heimische Musik und die Aufnahme eines Dialogs“, sagte Peter Paul Skrepek von der Kulturgewerkschaft KMSfB und der Musikergilde am 14. August im Presseclub Concordia in Wien. „Ein Programm mit ein paar österreichischen Einsprengseln ist uns zu wenig. Wir brauchen dringend den lang versprochenen Runden Tisch, um nach Schweizer Vorbild einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der globalen Musikindustrie und der österreichischen Musikkultur zu erreichen.“

Einwände der ORF-Verantwortlichen, man spiele so viel heimische Produktionen wie nie zuvor, relativiert Skrepek: Von 1982 bis 2005 seien die Musikprogramme des ORF auf das Vierfache ihres damaligen Volumens gewachsen, der Anteil von Musik aus rot-weiß-roter Produktion dagegen nur um den Faktor 3,25 – „die Schere klafft immer weiter auseinander“, heißt es bei der Österreichischen Note. Zudem sei der nationale Anteil seit 2003 rückläufig.