Musik

Musikindustrie produziert „Attrappen“ für Tauschbörsen

Was Insider bereits länger ahnten, scheint sich nun als Tatsache herauszustellen: Die Musikkonzerne inszenieren mit „aggressiven Guerilla-Methoden“ einen Gegenangriff auf Online-Tauschbörsen.

Was Insider bereits länger ahnten, scheint sich nun als Tatsache herauszustellen: Die Musikkonzerne inszenieren mit „aggressiven Guerilla-Methoden“ einen Gegenangriff auf Online-Tauschbörsen. Laut einem Bericht der kalifornischen Zeitung „San Jose Mercury News“ haben drei der fünf Musik-Majors zugegeben, Tauschbörsen wie Morpheus, KaZaA oder Grokster mit manipulierten Musiktiteln beliefert zu haben. Die „Attrappen“ seien äußerlich nicht von einem regulären Musikstück zu unterscheiden und enthielten viele Minuten Stille oder 30 Sekunden lange Refrain-Schleifen. In den letzten drei Monaten sei demnach die Anzahl verfälschter Titel im Angebot der File-Sharing-Dienste deutlich angestiegen. „Die Dinge sind aus dem Gleichgewicht geraten“, kommentiert Josh Bernoff, Analyst bei Forrester Research. Jetzt bewege die Industrie die Waage wieder in die andere Richtung.