“Die Umsätze mit mobilen Inhalten inklusive Klingeltönen liegen derzeit bei etwa vier Mrd. Euro. Wir glauben, dass sie auf zehn bis zwölf Mrd. Euro bis zum Jahr 2008, 2010 ansteigen werden“, sagte Cedric Ponsot, Präsident und CEO Universal Mobile International. Nur auf Grund des Mangels an Endgeräten, die Musikdownloads ermöglichen, würde der Wachstumssprung erst verspätet einsetzen, so Ponsot weiter. Der Manager ist aber optimistisch, dass mit der stärkeren Marktdurchdringung von 3G-Handys auch die Verkäufe stimulieren würden.
Auch EMI blickt positiv in die mobile Zukunft: Das Musiklabel rechnet mit einem Anstieg des Anteils mobiler Verkäufe am Gesamtumsatz von derzeit zwei Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2008. Adam Klein, Vizepräsident für Strategie und Businessdevelopment EMI, ist ebenfalls der Ansicht, dass jetzt, wo immer mehr Konsumenten multimediataugliche Geräte besitzen, auch das stärkere Wachstum einsetzen werde. Kleins Meinung zufolge werden die Plattenlabel und die Netzbetreiber in Zukunft vermehrt Mobile Devices vertreiben, die an einen bestimmten Künstler angepasst sind – etwa wie Apples U2-iPod. Warner Music teilt die Einschätzung der Mitbewerber, sieht aber in der mobilen Musikdistribution vor allem den Faktor Sicherheit als größten Vorteil. Im Gegensatz zum Internet, hieß es von Seiten Warner Music, biete Mobile beispielsweise dank vorinstallierten DRM-Techniken ein sichereres Umfeld.


