Musik

Musikindustrie fordert Anti-Piraterie-Schutz von EU

Auf einer Pressekonferenz forderten Vertreter der europäischen Musikindustrie, dass die EU im Rahmen eines Gesetzes einen CD-Code zum Schutze vor Piraterie verpflichtend einführt.

Auf einer Pressekonferenz forderten Vertreter der europäischen Musikindustrie, dass die EU im Rahmen eines Gesetzes den sogenannten Source Identification Code (SID) zum Schutze vor Piraterie verpflichtend einführt. „Wir verlangen nur einen kleinen Code. Das ist eine billige Methode, um gegen Piraterie zu kämpfen“, erklärte Yolanda Smits, International Trade Adviser der IFPI. Doch die zuständige EU-Kommission will diese Forderung nicht in ihr Anti-Piraterie-Gesetz aufnehmen, das sie im Dezember vorstellen will. „Wenn die Plattenfirmen darauf bestehen, dass die Presswerke diesen Code verwenden, ist das ihre Angelegenheit“, teilte ein Kommissions-Sprecher mit. Darauf erwiderte Smits, dass zwar viele Werke bereits SID-Codes verwenden, aber die Musikindustrie von der Kommission verlangt, ihn als Standard vorzuschreiben. Zugleich solle die Kommission härtere und einheitliche Strafen bei Verstößen gegen das Urheberrecht einführen.